Donnerstag, 4. August 2011

Unerwidert.

Minuten werden zu Stunden,
Tage zu Wochen,
wenn ich an dich denke.
Ungewissheit wird zu Gewissheit,
Euphorie zu blanker Enttäuschung,
denn Gefühle sind tückisch.
Je mehr ich versuche, jeden Augenblick einzufangen,
ihn festzuhalten und darin zu versinken,
desto schneller fliegt die Zeit an mir vorbei,
hämisch und gehässig rinnt sie mir durch die Finger.
Fasziniert, bezaubert und benommen.
So lässt du mich zurück,
nach jedem deiner Blicke,
deiner Berührungen.
Doch ich öffne die Augen,
zwinge mich zurück in die Realität,
gewaltsam und schmerzhaft.
Denn das Feuer,
das in mir brennt,
das mich high mach,
nach dem ich süchtig bin,
macht mich ebenso verletzlich,
angreifbar und schwach.
Und irgendwann,
früher als mir lieb ist,
wird es ausbrechen.
Ich werde brennen.
Lichterloh.
Es wird meinen Körper zerstören,
doch erst zerfrisst es meine Seele.
Jedes Gefühl,
zögerlich zugelassen,
wird büßen müssen.
Und doch kann ich es nicht.
Ich kann.
Nicht.
Vergessen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen