Freitag, 5. August 2011

Auftauchen.

Losgelöst.
Der Raum bebt, die Luft ist heiß und schwer.
Ich fühle den Beat, unaufhörlich.
Wie ein Weckruf, stetig und fordernd.
Er greift nach meiner Seele,
zieht sie aus dem schwarzen Meer.
Pulsierend erhebt sie sich,
durchbricht die Wasseroberfläche.
Ich öffne die Augen,
wie nach langer Zeit.
Einem langen Winterschlaf in der Tiefe.
Überall sind Menschen,
Schulter an Schulter,
eng an eng.
Sie ströhmen hinaus und hinein,
beleben die Adern der Stadt
und schließen den Kreislauf.
Hemmungslos,
jede Last fällt ab,
sie schaffen Platz in meinem Herzen.
Lassen das Leben eindringen,
denn es heilt mich,
vereint Körper und Seele.
Absolute Harmonie,
Frieden.
Doch dann:
Ein kurzer Moment,
eine Melodie, ein Geruch,
lassen mich innehalten.
Alles läuft rückwärts,
die Filme in meinem Kopf,
sie spulen zurück
und zeigen mir Dinge.
Vergangenes, verwirrendes.
Nach Luft schnappen.
Realitätsverlust.
Dann ist er fort.
Der Augenblick zieht weiter,
ohne Erbarmen
entschwindet er hastig ins Nichts.

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